Poesie

Man sagt über mich, ich sei laut, manchmal unduldbar, irgendwie und irgendwas zwischen Jammerei und Choleriker. Das mag ja alles stimmen und ist für den einen oder anderen verstörend. Aber daraus werden meine Ideen geboren, meine Poesie, was ich schreibe und auch im Theater spiele. Es ist ein Teil von mir, den trotz allem bin ich nie nachtragend, kann nicht hassen und helfe, wenn ich kann. Das klappt nur bei mir nicht immer.

Gedichte von mir

23.03.2011
Fünfzig
Aggression
Als ich klein war

Der Morgen riecht streng
nach eigenem Dasein
der Himmel blaut
die Fahrbahn zieht sich
unter den Reifen glatt

ich möcht mich spiegeln im Asphalt
dann fahr ich randwärts
und liebe diese Luft

ich kauf meinen Jahren
ein wenig Leben ab
und finde es schön
was sonst

Die leere Zahl
füllt mich aus
voll und ganz
ich glaub dieser Worthülse nicht
die sich jährlich  ändert
meine Spiegel
lügen den Märchen
und manchmal
den Menschen
die mich kreuzen
sie geben den Worten
meine Falten
Falten des Lächelns
der Ungläubigkeit
der Halbwahrheiten
der Liebe
des Vertrauens
Falten
die aus mir
einen Charakter machen
nicht immer spiegelgleich

aber,
das bin ich
und meine leere Zahl

Die Faust geballt
kann er nicht reichen die Hand
Streicheleinheiten bleiben ungenutzt
 
wenn die Tränen getrocknet sind
bleibt nur Wut zurück
und die Hände verkrampfen sich
zu Fäusten – unstreichelbar

Als ich klein war
wusste ich nichts von Spalten,
sah nur den Felsen
und versuchte
alles in Worte zu fassen.
Nach den Worten kam das Sehen,
unvollständig und die Spalten
im Fels waren mir bewusst,
doch in den Formen unverständlich.

Nach dem Sehen
kam das Suchen
und die Spalten der Felsen
wurden fühlbarer;
es war schön,
aber kaum klarer.

Jetzt fotografier
ich die Felsen
und die Spalten
sind Bestandteil,
mal mehr,
mal weniger,
wahrnehmbar kaum
als Detail.

Den Gedichtband kann man auf der Shopseite des MSW- Welten Verlags erwerben.

Filme mit meinen Gedichten versehen.